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Caroline Peters /

Theater

Caroline Peters studiert an der Hochschule für Musik und Theater des Saarlandes in Saarbrücken. Schon während ihrer Ausbildung erweckt ihr temporeiches, präsentes Spiel die Aufmerksamkeit der Intendantin Andrea Breth, die sie an die Berliner Schaubühne engagiert. Es folgen Auftritte auf allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen, unter anderem an den Schauspielhäusern Hamburg und Zürich, am TAT Frankfurt sowie an der Volksbühne Berlin. Seit 2004 spielt sie am Burgtheater in Wien.

Von Anbeginn ihrer Karriere arbeitet sie mit Regisseuren, die das Theater der Gegenwart prägen und verändern, unter anderem mit Barbara Frey, Dimiter Gotscheff, Karin Beier, Luc Bondy, Nicolas Stemann, René Pollesch und Simon Stone, mit denen es zu anhaltenden künstlerischen Zusammenarbeiten kommt. Dabei schätzen sie die einzigartige Fähigkeit der Schauspielerin, mühelos zwischen einem feingliedrigem Spiel und einem gezielt impulsiven Auftreten wechseln zu können. Ihre vielgestaltigen Auftritte zeugen von einem intuitiven Verständnis für die mehrdeutigen, menschlichen Beweggründe der Charaktere, die sie auch mit einer explodierenden Wucht zu zeigen weiß.

Caroline Peters stellt mit ihren klugen, ambivalenten Darstellungen die herkömmlichen Begrenzungen in Frage. Sie überschreitet sie, um eine zeitgemäße Direktheit im Ton zu finden und eine unmittelbare Beziehung zum Publikum. Die Schauspielerin ist genreübergreifend eine Meisterin des Timings. Mühelos wechselt sie von einfühlsamen Betrachtungen zu furiosen Auftritten. Die Presse feiert die vielen Möglichkeiten ihres Spiels, mit Intelligenz und Kraft ihre Figuren erstehen zu lassen. Ihre intensiven Auseinandersetzungen mit neuen Theaterformen und zeitgenössischen Texten machen sie zu einer der gefragtesten Schauspielerinnen deutschsprachiger Bühnen. Das österreichische Magazin Profil schreibt: 'Die deutsche Schauspielerin Caroline Peters spielt sich mit wildem Furor an die Spitze der großen Theaterhäuser.'

Ihre Arbeit fürs Theater wurde vielfach gewürdigt. Von der angesehen Fachzeitschrift Theater heute wurde sie als 'Schauspielerin des Jahres 2016' für 'John Gabriel Borkman' und 'Schauspielerin des Jahres 2018' für 'Hotel Strindberg' ausgezeichnet. Ebenfalls für 'Hotel Strindberg' erhielt sie 2018 für ihre herausragende schauspielerische Leistung den renommierten Nestroy-Preis, mit dem sie 2020 für ihre Rollen in 'Schwarzwasser' ein zweites Mal geehrt wurde. Die Stücke 'Das Werk / Im Bus / Ein Sturz' von Elfriede Jelinek, 'Hotel Strindberg' und 'John Gabriel Borkman' - beide von Simon Stone - sowie 'Sex nach Mae West' von René Pollesch mit ihr in Hauptrollen wurden zum renommierten Theatertreffen in Berlin eingeladen. Der Regisseur René Pollesch teilte mit ihr und den anderen Darstellern den Mühlheimer Dramatikerpreis, den sie für 'Capucetto Rosso' und 'www-slums' erhalten haben.